Shirleys Treffen mit dem Geistmaler Gasparetto - eine Begegnung der unheimlichen Art

Betrachtung zum Thema Wirklichkeit

von  Bluebird

In ihrem Buch „Die Reise nach innen“ berichtet Shirley McLaine über ihre Begegnung mit dem bekannten Medium und Geistmaler Luis Gasparetto. Sie besuchte ihn in den achtziger Jahren zusammen mit Maria, einer Bekannten Gasparettos, in seinem südkalifornischen Haus.

   Bekannt geworden war durch öffentliche Fernsehauftritte in Brasilien, in denen er in Minutenschnelle Trancebilder im Stile der berühmtesten Maler der Welt schuf.

   Im Klartext: Picasso, Van Gogh, Monet und andere verstorbene Maler inkarnierten vorgeblich im Körper Gasparettos, übernahmen die Kontrolle und schufen neue Meisterwerke aus dem Jenseits.

Und genau dies wollte Shirley McLaine jetzt mal testen.


In einem Vorgespräch erfuhr Shirley, dass Luis malerisch eigentlich eher unbegabt sei. Also unmöglich in der Lage sei solche Meisterwerke selber zu produzieren. Er lediglich den verstorbenen Malern diene, die der Menschen beweisen wollen, dass es ein Leben nach dem Tode gäbe.

   Aber grau ist alle Theorie! Eine leere Leinwand wurde auf den Tisch gelegt und ab ging die Post. In rasender Geschwindigkeit drückte er verschiedene Acrylfarben auf die Leinwand, bearbeitete sie mit beiden Händen – ohne Pinsel - in wilden Bewegungen und drei Minuten später gab es ein Stilleben im Stile van Goghs zu bewundern.

    Als nächstes erfolgte auf ähnliche Weise ein Picasso und dann ein Renoir. Das persönliche Highlight war dann aber ein Bild von Touluse-Lautrec. Ein Porträt eines jungen Mädchens in Pigalle, was sie zu Tränen rührte. Der Maler informierte sie, dass sie – also Shirley – ihm oft Modell gesessen hätte und dass sie das Mädchen auf dem Bild sei.

    Es entstanden noch etliche andere Bilder im Stile verschiedener berühmter Maler, aber den Clou hatte sich Luis bis zuletzt aufbewahrt. Er malte innerhalb von zwölf Minuten drei Bilder gleichzeitig, einen Rembrandt mit den Füssen, einen Monet mit der linken und einen Picasso mit der rechten Hand. Alle drei signierten ihre Bilder, dann wachte Luis aus seiner Trance auf.


Ich kann verstehen, wenn mancher hier das Ganze für kompletten Unsinn erachtet. Aber einen ähnlichen Zeugenbericht über eine Performance von Gasparetto gibt es auch in „Schamanismus und Heilen“.

   Kurzum, das Phänomen als solches scheint unstrittig zu sein. Aber wie ist das mit der Deutung? Wieso kommt da anscheinend niemand auf den Gedanken, dass hier dämonische Geister inkarnieren und mit den „Gutgläubigen“ üblen Schabernack betreiben?

  Und wieso reinkarniert eigentlich Shirley vor und nach Pigalle ständig, aber Toulouse Lautrec und die anderen Maler seit 150 Jahren nicht mehr? Seltsam, oder? Ich meine, da hilft doch schon einfaches Nachdenken, dass da irgendetwas nicht stimmen kann! 

PdmORAAAAAZJREFUAwBXqcJUo9sauwAAAABJRU5ErkJggg==





Hinweis: Du kannst diesen Text leider nicht kommentieren, da der Verfasser keine Kommentare von nicht angemeldeten Nutzern erlaubt.

Zur Zeit online: