Ode auf die Musik

Ode zum Thema Musik

von  EkkehartMittelberg

Es gibt keinen Tag, den ich beenden könnte,

ohne mich an dir zu laben,

du schönste aller Künste.

Du bist so vielgestaltig,

dass ich in deiner Umarmung

immer wieder Neues finde,

das meine Sinne endlos reizt.

Deshalb schwöre ich dir, täglich neu verliebt,

lebenslange Treue.


Wie bei einer vollkommenen Geliebten,

bei der man von den Zehen bis zu den Haarspitzen

alles gleichermaßen schätzt,

so begeistert mich auch jedes Genre bei dir.


Ich versenke mich in klassische Konzerte aller bekannten Instrumente,

schwelge in opulenten Opernarien,

verachte die leichte Muse der Operette nicht,

entspanne meine Seele in wohltemperiertem Gleichmaß der Klassik

und mache ihr Beine mit diffenzierten Rhythmen des Jazz.

Ich gönne ihr die Leichtigkeit und den Schmalz der POP-Musik

und selbst pfiffige Schlager und traute Volkslieder sind mir zuweilen nicht zu simpel.


Musica, artium suprema, ich entdecke deinen anmutigen Klangkörper, 

ohne je zu ermüden, und ich bade in dem ewigen Jungbrunnen

deiner schönen Seele, der nie versiegt.

Wer dich hingebungsvoll liebt,

hat den Himmel auf Erden schon gehabt.




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Kommentare zu diesem Text


 uwesch (10.11.22, 13:33)
Ja, die Musik kann Einem sehr viel geben. In allen  Genres gibts Titel, die faszinieren oder auch langweilig sind (subjektiv betrachtet), aber man hat ja die Wahl.
LG Uwe

 EkkehartMittelberg meinte dazu am 10.11.22 um 15:17:
Merci, Uwe, es ist wichtig, dass du die Wahl betonst. Im Zeitalter von Spotify muss man sich nicht mehr mit Missratenem quälen, weil man auf einen bestimmten Titel wartet.

LG
Ekki

 harzgebirgler (10.11.22, 14:56)
musik liegt mir im blut und tut mir not
und zum glück ist voll groß das angebot -
es gibt aber auch jede menge rotz
der sich 'musik' und wobei ich k...!

lg
henning

 EkkehartMittelberg antwortete darauf am 10.11.22 um 15:21:
Gracias, Henning, bestimmt weißt du, wie man dem Rotz aus dem Wege geht. Ich setze mich dem gar nicht mehr aus.

LG
Ekki

 Taina (10.11.22, 15:58)
Musik kann verzaubern, sie dringt ohne Umweg bis ins innerste der Seele durch.

 EkkehartMittelberg schrieb daraufhin am 10.11.22 um 16:16:
Gracias, das stimmt Taina. Keine der schönen Künste kann Grenzen so leicht überwinden.

LG
Ekki

 Saira (10.11.22, 15:58)
 
Lieber Ekki,
 
die Musik dürfte sich bei deiner Ode dankend und gerührt verneigen.
 
Herzliche Grüße
Sigi

 LotharAtzert äußerte darauf am 10.11.22 um 16:28:
Kreisch!
Musik verneigt sich vor Neptun! Gerührt und geschüttelt!

 EkkehartMittelberg ergänzte dazu am 10.11.22 um 16:41:
Vielen Dank für das Kompliment, Sigi.
Herzliche Grüße
Ekki

 Graeculus (10.11.22, 16:20)
Für mich persönlich gilt dieser "Himmel auf Erden" für den 3. Satz der IX. Symphonie Beethovens: das Adagio molto e cantabile.

 LotharAtzert meinte dazu am 10.11.22 um 16:27:
Kreisch!
Metzgermusik!!

'sch hätt gern 500 gr. Aufschnitt!

 Graeculus meinte dazu am 10.11.22 um 16:30:
Der dritte Satz - Metzgermusik?! Weißt Du, wovon Du redest?

 Graeculus meinte dazu am 10.11.22 um 16:33:

 EkkehartMittelberg meinte dazu am 10.11.22 um 17:09:
@Graecuus: Deine besondere liebe für den dritten Satz der ix. Symphonie Beethovens teile ich gerne. Meine Präferenzen in der klassischen Musik wechseln je nach Stimmung. Mozart vermittelt mir eine fast überirdische Schwerelosigkeit, Beethoven die Lösung konzentriertester Spannung und Bach das, was die Griechen mit Ataraxia ausgedrückt haben. Unter den einfacheren Titeln habe ich drei Favoriten: "Die Gedanken sind frei", vonMilva gesungen, "summertime" von Gershwin und  und die Titelmelodie von "Spiel mir das Lied vom Tod" von Ennio Moricone.

 AngelWings (10.11.22, 16:25)
Es  klingt mir so  ob Fan der in sein Idol verliebt ist. 
Oder Mitglied der sich weg in Bandmitglied verknallt. hat. 

Musik alleine kann man sich nicht lieben, man kann Lieder gut finden oder schlecht finden. Genauso ist mit Tanzen, ja man kann Tanz Lehrer verlieben, oder in sein Tanz Partner, aber auch nicht. Musik alleine macht nicht solch fühl.

 Graeculus meinte dazu am 10.11.22 um 16:36:
"Ohne Musik wäre das Leben ein Irrtum." [Friedrich Nietzsche]

"Ich werde noch einmal sterben vor Lachen, wenn ich Nachtwächter an Musik zweifeln höre." [frei nach Friedrich Nietzsche - "Gott" durch "Musik" ersetzt]

 lugarex meinte dazu am 11.11.22 um 07:29:
Karel Gott? (In seinem Fach so gut wie Nietzsche und Co.)

Wochenendgruss Luga

 AngelWings (10.11.22, 16:57)
Das ist gut das gut geschmack, an Musik habe (Taste). Volksmusik oder  Schlager kommt mir nie auflist, ab und zu mal deutsch. Lieder. Sonst komm immer darauf,an 
 welch Künstler oder Liedtexte dahinter steht.

 EkkehartMittelberg meinte dazu am 10.11.22 um 17:24:
@Angel. Ährlisch, du machst mich richtig schlau. Wenn jemand seine Liebe u Musik ausdrückt, hat er selbstverständlich immer bestimmte Titel im Gehör. Es gibt grausam schlechte Schlager, aber auch welche, die einen großen Wurf darstellen. Für mich sind das "La Paloma" und "Ich bin von Kopf bis Fuß auf Liebe eingestellt".

 EkkehartMittelberg meinte dazu am 10.11.22 um 17:31:
@Lothar Atzert: Ich weiß inzwischen, dass du gelegentlich etwas Krawall brauchst. :) Es gibt sehr feinfühlige Metzger.

 EkkehartMittelberg meinte dazu am 10.11.22 um 17:35:
@ Graeculus: Nietzsche
Wagner wusste schon, wem er großen Respekt zollte. "Die Geburt der Tragödie aus dem Geiste der Musik". darauf muss man erst einmal kommen.

 Regina (10.11.22, 17:27)
Must see: Youtube: Air von Bach, gespielt von David Garrett, sein Mienenspiel drückt die Seligkeit aus, die in dem Stück liegt. Meisterhaft!

 EkkehartMittelberg meinte dazu am 10.11.22 um 17:51:
Grazie, Regina, ich wusste doch, dass du als Pianistin eine besondere Empfehlung in petto hast.

Liebe Grüße
Ekki

 Dieter Wal (10.11.22, 17:40)
Mir geben  Chick Coreas  Children's Songs viel. Hier vom Komponisten selbst gespielt. Glücklich macht auch das  Bach-Spiel Edin Karamazovs auf einer 11-saitigen Gitarre. Cello-Suite No. 1 (BWV 1007).

Noch nie vorher hörte ich eine so gute  Granados-Interpretation.

Kommentar geändert am 10.11.2022 um 17:50 Uhr

 EkkehartMittelberg meinte dazu am 10.11.22 um 17:54:
Gracias, Dieter, ohne meine Ode hätte ich nicht so feine Tipps erhalten.

LG
Ekki

 Dieter Wal meinte dazu am 10.11.22 um 19:45:
Dieses  Knorkator-Video entstand lange vor Beginn des Ukraine-Krieges des durchgeknallten rechtsradikalen russischen Diktators. Es lohnt sich, das Video und den Text aufmerksam zu verfolgen. Die Musik dieser Punk-Band strotzt vor Ironie, Munterkeit, Lebensfreude und in diesem Fall zumindest rabenschwarzen Humors.

Es würde mich riesig freuen, wenn Du etwas damit anfangen könntest.

 Dieter Wal meinte dazu am 10.11.22 um 20:50:
Diese Version von Stings  "Fields of Gold" in Lautenbegleitung gefällt mir wesentlich besser als die Pop-Version. Der auch von Sting stammende Text ist ein Kunstwerk für sich. Diese Interpretation entstand als Zugabe seiner Dowlandkonzerte mit Edin Karamazov. Das daraus entstandene Dowland-Album "Songs from the Labyrinth" erlebe ich sowohl als CD, als auch DVD als zutiefst beglückend.

 Dieter Wal meinte dazu am 10.11.22 um 20:57:
Die  Filmmusik des legendären französischen Apoetaucherspielfilms Le Grand Bleu (The Big Blue) des Komponisten Eric Serra kann für sich stehen.

Serra komponierte bisher für alle Spielfilme des Regisseurs.

 Dieter Wal meinte dazu am 10.11.22 um 21:16:
Absolut sehens- und hörenswert ist in meinen Augen und Ohren die Cover-Version J osh Daniels von Labrinths "Jealous" aus der Show "The X Factor", UK 2015.

 EkkehartMittelberg meinte dazu am 10.11.22 um 21:36:
Wunderbar. Dieter. Ich habe selten in so kurzer Zeit so viel erfahren und gelernt.
Jarina (33)
(10.11.22, 18:15)
Dieser Kommentar ist nur für eingeloggte Benutzer lesbar.

 EkkehartMittelberg meinte dazu am 10.11.22 um 18:53:
Grazie, Jarina, so empfinde ich es auch.

Liebe Grüße
Ekki

 Agnete (10.11.22, 18:59)
Musik kommt immer auch auf den Interpreten an oder den Musiker. Es gibt Musiker, die einen einfach packen. Man kann sich selbst völlig einlassen, wenn man ein Instrument spielt.
LG von Agnete

 EkkehartMittelberg meinte dazu am 10.11.22 um 19:10:
Das stimmt, Monika. viele Kompositionen stehen oder fallen mit dem Interpreten.  Dieselben Noten, ein anderer Interpret und du kannst sie vergessen oder sie erscheinen dir wie eine Offenbarung.

Liebe Grüße
Ekki

 Quoth (10.11.22, 19:25)
Du bist so vielgestaltig,
dass ich in deiner Umarmung
immer wieder Neues finde,
das meine Sinne endlos reizt.
Deshalb schwöre ich dir, täglich neu verliebt,
lebenslange Treue.
Dieses Liebesverhältnis zu einer (letztlich auf Mathematik beruhenden) Kunst hat Kierkegaard in "Entweder - Oder" zu ergründen versucht und geschrieben: "Der absolute Gegenstand der Musik ist also sinnliche Genialität. Diese ist durch und durch lyrisch; und gerade in der Musik kommt sie in ihrer ganzen Ungeduld zum Ausdruck. Sie ist ja unter die Macht des Geistes gestellt und daher Kraft, Leben, Bewegung, stete Unruhe, beständige Succession (...) Sollte ich dieses ihr lyrisches Wesen mit einem einzigen Prädikate bezeichnen, so möchte ich sagen: sie tönt!"

Kommentar geändert am 10.11.2022 um 19:28 Uhr

 EkkehartMittelberg meinte dazu am 10.11.22 um 21:33:
Vielen Dank für dieses aufschlussreiche Zitat, Quoth, das ich nicht kannte.

 lugarex (11.11.22, 07:39)
Ode auf die und Musik sind super! Und eine wichtige Erkenntnis dazu:
Es gibt kaum besseres Schlafmittel als Musik, "Opiat" der Menschheit.
Ich weiss, wovon ich spreche - meine Tochter ist Opernsängerin...

Wochenend Grüsse  Luga

 EkkehartMittelberg meinte dazu am 11.11.22 um 11:12:
Merci, Luga, Musik kann Schlafmittel sein, aber auch aufputschen. Sie ist beinahe omnipotent.

LG
Ekki

 lugarex meinte dazu am 11.11.22 um 12:12:
Ja! Macht manchmal auch impotent, man horcht liebe in Ruhe. :)

 AZU20 (11.11.22, 10:56)
Da bin ich als Wagnerfan und Fan von Peter Maffay auf ganzer Linie bei Dir. LG

 EkkehartMittelberg meinte dazu am 11.11.22 um 11:19:
Gracias Armin, ich freue mich, dass sich so viele Liebhaber der Musik hier melden.

LG
Ekki

 AchterZwerg (11.11.22, 18:08)
Ach, Ekki,
hier kann ich überall ein Häkchen setzen.
Zudem zeigt Musik den Heimvorteil, bis ins hohe Alter genießbar zu sein. Eine Delikatess, die unvergleichlich ist.

Musica, artium suprema  <3

 EkkehartMittelberg meinte dazu am 11.11.22 um 19:12:
Grazie Piccola,

wie schön, dass wir auch hier übereinstimmen. Das ist mir wichtig.

Liebe Grüße
Ekki

 TassoTuwas (13.11.22, 10:36)
Hallo Ekki,
es gibt viele Musikrichtungen, und wohl kaum einen Menschen, den nicht mindestens eine davon erfreut oder berührt.
Für diese positiven Gefühle hast du die richtigen Worte gefunden.
Herzliche Grüße
TT

 GastIltis (14.11.22, 15:53)
Hallo Ekki,
dass du es immer wieder schaffst, die KV-Welt zu solch begeisternden Kommentaren zu veranlassen, ist schon eine große Kunst. Ich beuge mich voller Demut. Als Urenkel eines Kapellmeisters und „scheinbarem“ Multitalent (Aussage meiner Frau in ganz jungen Jahren: „Mein Mann kann jedes Instrument spielen!“) umso mehr, als dass mir wenig Konstruktives einfällt. Außer vielleicht Jaqueline Du Pres Jacqueline's Tears von Jacques Offenbach, das die mir in die Wiege gelegte Melancholie stets in der Schwebe hält.
Sei herzlich gegrüßt von Gil.

 EkkehartMittelberg meinte dazu am 15.11.22 um 21:29:
Wieder ein wunderbarer Tipp von dir, Gil. Ich freue mich sehr darauf. Noch mehr freue ich mich über deine vielfältigen Begabungen. Du bist gleichwohl ein sehr bescheidener Mensch.
Herzlichst
Ekki
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