Nichts

Aphorismus zum Thema Beobachtungen

von  Saira

Wenn das Hohle sich zum Hohlen gesellt,
entsteht keine Gemeinschaft –
sondern lediglich eine Leere,
die so laut gähnt,
dass sie sich selbst für Tiefe hält.

 

 

 

 

 

©Sigrun Al-Badri/ 2026



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Kommentare zu diesem Text


 DanceWith1Life (01.04.26, 14:12)
Lach, aus welchem Füllhorn ist das denn gepurzelt, war eines der ersten Echoes, der vielen möglichen  Kommentare in meinem Kopf.
Als echter Hohlenbewohner und direkter Nachfahre der Mäanderthaler fällt es mir schwer so einem klaren Gedanken ohne Humor zu begegnen, der natürlich auf Grund fehlender Begeisterung einen leicht spöttischen Akzent hat. Ich bitte dies zu entschuldigen, das ist eine Nebenwirkung die in Packungsbeilage nicht erwähnt wurde.

 Reliwette meinte dazu am 01.04.26 um 14:52:
Psychikon III



Und obschon sie in den Spiegel blickten, sahen sie sich nicht
und niemand bemerkte den Nebenstehenden
Das kam daher, dass sie unentwegt damit beschäftigt waren,
ihre Kleider zu ordnen und niemand bemerkte den Nebenstehenden
Während im Westen langsam die Sonne versank
erloschen die Spiegel und wurden zu blinden Fensterscheiben

 DanceWith1Life antwortete darauf am 01.04.26 um 15:34:
Auf dem Vampirball tanzte ein Mensch
Ganz klar die Szene
die nicht das war was er sah
Im Spiegel nur er und seine Gefährten
Solange sie sich gleichen Blutes wähnten
Alles gut, sogar das Spukschloẞ hielt den Schein
Bedauerlicherweise muss Erkennen sein
Wir sitzen dort im selben Boot
Es gibt da keine Alternative
Nicht mal für Deutschland

In nachdenklicher Erinnerung an den Film Tanz der Vampire

 Saira schrieb daraufhin am 01.04.26 um 19:45:
@Reliwette

Lieber Reli,

dein Bild von Spiegeln, die zu blinden Fenstern werden, verstärkt die Leere, die ich meine. Es ist, als würden die Menschen selbst zu Hohlen, ohne es zu merken – deine Worte reflektieren das wunderbar.

Danke und liebe Grüße
Saira
 
 
@Dance

Du webst einen Filmausschnitt aus Blut, Spiegeln und Erkennen und bringst damit die Konsequenz des Hohlen-Bildes auf die Bühne. Die Leere, die gähnt, spiegelt sich hier auf eigenwillige Weise in deiner Szene wider.


Antwort geändert am 01.04.2026 um 19:46 Uhr

 Hannes äußerte darauf am 01.04.26 um 20:56:
Ein fettes Daaankeschön 
@Dance
@Reliwette
@Saira
Seit langem wieder mal eine Unterhaltung als Hin und Her,
die ich gerne und mit Vergnügen gelesen habe und die sich bemerkenswert von den oft griesegramen und drögen Durchsagen in diesem Format abhebt.
(Mein Satz ist zu lang geraten)
Der
Hannes

 Saira ergänzte dazu am 02.04.26 um 12:45:
Moin Hannes, 

keine Sorge um den langen Satz, ich nehme mal an, er hat sich einfach nicht trennen können von all dem, was gesagt werden wollte. 

Liebe Grüße
Saira

Antwort geändert am 02.04.2026 um 12:45 Uhr

 EkkehartMittelberg (01.04.26, 22:35)
Gesellt das Hohle sich zum Hohlen,
ist erst recht nichts mehr zu holen. :D

Einsichtige Grüße
Ekki

 Saira meinte dazu am 02.04.26 um 12:49:
Einsicht ist ein stilles Gut – sie kommt ohne Lautstärke aus
und braucht kein Echo.

Liebe Grüße
Sigi

 TassoTuwas (02.04.26, 00:12)
Wenn ein "Nichts", wie dieses, den Leser zu derart launigen bis tiefsinnigen Gedanken verführt ist es eher ein "Alles".

Liebe Grüße
TT

 Saira meinte dazu am 02.04.26 um 12:50:
Lieber Tasso,

ein herrliches Paradoxum:
Ein „Nichts“, das beginnt zu wirken, verliert seinen Namen –
und gewinnt Bedeutung.  :)

Liebe Grüße 
Sigi
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