Nachhall

Gedicht zum Thema Zerstörung

von  Saira

Die Bretter stöhnten leise,
Stühle taumelten ins Gras,
zertreten, verstreut, vergessen.

 

Ein Pult brach zusammen,
Schweigen sank herab,
über die Blüte von Wort und Klang.

 

Hier, wo Torf und Erde einst den Takt führten,
wo Hände Sternenpulte formten,
türmte sich das Chaos,
nur das Nachhallen ferner Stimmen
entschwebte langsam.

 

Und doch –
Worte flossen weiter,
Bilder schimmerten zwischen Schatten,
Musik rann still durch den Raum,
verweilte in Händen,
in Herzen,
in den Erinnerungen derer,
die aufmerksam sahen und lauschten.

 

Jeder Ast, jeder Sonnenstrahl,
jede Stunde, die hier verging,
trug ein geheimes Licht,
das selbst Vandalen nicht zu löschen vermochten.

 

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©Sigrun Al-Badri/ 2026





Anmerkung von Saira:

gewidmet

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Kommentare zu diesem Text


 EkkehartMittelberg (07.04.26, 15:46)
Hallo Sigi,
es ermutigt Künstler, dass das Schöpferische oft Vandalismus überdauert.
Liebe Grüße
Ekki

Kommentar geändert am 07.04.2026 um 15:47 Uhr

 eiskimo (07.04.26, 16:45)
Die Blüte von Wort und Klang, das gefällt mir sehr, Saira. 
Wir müssen aufpassen, dass sie weiter blühen kann im Lande. 
Liebe Grüße
Eiskimo
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