Nicht nur die paar großen Schwerverbrecher machen die Welt kaputt, sondern auch die vielen kleinen Idioten überall....
Jetzt, gar nicht weit weg von mir, die Hausnummer 72. Jahrzehntelang hatten die einen Vorgarten mit ein bisschen Grünzeug, ganz nett anzusehen. Aber was machen die? Sie betonieren den zu und deklarieren es als Stellplatz für ihren dicken Toyota. Die Zufahrt zur Straße, vorher noch für alle eine Möglichkeit zu parken, wird weiß schraffiert und hat den Warnhinweis: Privateinfahrt-es wird abgeschleppt...
Wieder eine Portion Egoismus mehr. Wieder ein Stückchen Natur weniger. Diese Vorgärten des Grauens sind ja nur ein Beispiel für das grassierende „Must have“ - ICH und MEINE Ansprüche. ICH vor allem.
Die E-Roller, die irgendwo im Weg liegen, die halb leer gefressenen Pizzakartons dicht neben einer Mülltonne, der Partytreff am In-Café, wo man den Wohnbezirk ein bisschen aufmischt – die kleinen Idioten überall wollen halt auf nichts verzichten. „Ich lebe jetzt!“ ist das Motto... „und nehme mir, was ich kriegen kann.“
Es passiert millionenfach, überall. Es ist quasi Religion. Kinder wachsen auf als Prinz und Prinzessin. Das Kleine Nahliegende gewinnt gegen das Große Ganze. Letzteres hat kaum einer mehr im Blick. Es wäre auch ziemlich abtörnend. No fun. Forget it.
