Beinahe hätte es einen Loren Cunningham nie gegeben. Denn im Alter von 19 Jahren klammerte sich sein späterer Erzeuger Tom Cunningham in luftiger Höhe verzweifelt an einen Bauträger. Wie aber war er in diese Lage geraten?
Drei Jahre lang war Tom mit seinem Vater, also Lorens Großvater, umhergezogen und hatte das Evangelium verkündet. Dann hatte er das ärmliche Leben erst mal satt und sich einen Baujob gesucht, wo er erst einmal Geldverdienen wollte. Missionieren könnte er dann später ja immer noch!
Bei einem Einsatz im 24.Stockwerk eines sich im Bau befindenden Hotels rammte Ladung eines Baukrans und er geriet in die schon beschrieben missliche Lage.
Er konnte sich letztlich retten, aber der grauenvolle Blick in den Abgrund hatte ihn kuriert. Er hatte den döttlichen Wink mit dem Zaunpfahl verstanden. Tom kündigte seinen Job und kehrte reumütig zu seinem Vater und der Missionsarbeit zurück.
Eine reichlich überzogene Deutung des Ereignisses? Das finde ich nicht! In der Bibel haben wir Jona, der ja auch vor einem Auftrag Gottes geflohen war und den am Ende eine notvolle Zeit im Magen eines Walfisches zur Besinnung gebracht haben soll.
Auch bei Blaise Pascal soll der Blick in den Abgrund eine heilsame Wirkung gehabt haben: hier anclicken
Kurzum, Gott kann auch schon einmal zu drastischeren Maßnahmen greifen, wenn er jemanden zur Umkehr bewegen möchte.