Eidechsen laufen mir über den Weg und die auf die Abruzzenhügel niederkommende Oktobersonne hat außerordentlich viel Kraft, irgendwie ist mir dabei nach deutschem Frühling. Aber es ist ein Trugschluss; ja, dieser muss natürlich nicht weniger schön sein, als ein üblicher Schluss und mag sogar in die Orchestrierung des Augenblickes passen, aber er ist und bleibt ein offenes Ende, die Tonika fehlt, kein Grundton zu dem alles wieder zurückkehrt, die Folge der Dominate führt in ein allzu weites Feld – mit offenem Ausgang.
Ebenso fühle ich mich, auf einem weiten Feld, mit vielen Möglichkeiten und mit Tatsachen, die überwiegend erst geschaffen werden müssten, eher als dass sie mir bestehen. Ob dieser Trugschluss von Tatsachen nun zu einem Lied taugt, etwas, das sich in mein Leben einfügt oder ob es allzu ferne Zukunftsmusik ist, dass wird sich in der nächsten Zeit wohl herausstellen. Für den Augenblick stehe ich zwischen Ankommen, zwischen Bleiben und zwischen Gehen, zwischen erst-einmal und zwischen bereits-schon in einem Pentagramm, schaue mich um, kann nur wenig sagen, denn meine Lippen sind versiegelt, die Quinte (der Fünfte Ton der Tonleiter), als stabile Konstante einer Tonfolge, sowie die Quintessenz meiner Gedanken sagt sich mir nicht leicht.
Ich harre aus. Ich halte aus. Ich bin neugierig. Ich bin unvoreingenommen. Meine Vorurteile sind vergraben, ein wenig auch die Kriegsbeile, sollte ich sie wiederfinden, werden sie mich sicherlich versucht haben, da bin ich sicher, sehr sicher das es zum Zweifel führt … doch ich gebe mir Mühe. So oder so, ich werde nicht zum Preis eines Ideals zu einem Instrument werden (wollen), eines, dass sich seiner eignen Töne nicht erinnert, sie sich schönsingt, schönmalt und schönredet.
Fraglich wie mit einer Offenheit in dieser neu gefundenen Lebensphase umgegangen wird, sowohl meinerseits als auch andererseits.
Wieviel Tatsachen der Traum wohl verträgt? Und wieviel Traum mögen diese kleinen Tatsachen wirklich tragen.
Wieviel Du verträgt mein Ich - und wieviel deines?