Dichterische Freiheiten

Persiflage zum Thema Schreiben

von  loslosch

Licentia poetica (Seneca, um die Zeitenwende bis 65 n. Chr., Naturales quaestiones). Dichterische Freiheit eben - und nicht Lizenz zum Dichten. Diese Erlaubnis muss man nirgendwo einholen. Lizenzgebühren fallen keine an.

Wer es zu arg damit treibt, dem droht "Liebes"-, also Leseentzug. Aber nicht durch solche, die es selbst zu arg mit der dichterischen Freiheit treiben. Soweit es sich um Schreibforen handelt. Hier hat die dichterische Freiheit ungeahnte Entfaltungs- und Überlebenschancen.

Auf dem freien, dem Buchmarkt gibt den Ausschlag allein die Nachfrage, das kaufkräftige Leseinteresse, natürlich ferngesteuert durch die Vermarktungsstrategien der Verlage.

Wer sich die "Lizenz" der Leser erarbeitet, erschrieben hat, der ist in das Reich der wahren dichterischen Freiheit eingetreten, von dem die Hobbydichter nur träumen können. Diese Träume setzen sie auf ihre Weise tagtäglich um.

Sie sind, ganz unprofessionell, längst in dieses Reich eingetreten.

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Kommentare zu diesem Text

Klopfstock (60)
(24.03.10)
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 loslosch meinte dazu am 24.03.10:
Hallo Klopfi, Du versuchst Dich mit rationalen Mitteln an meiner sanften Persiflage. Es kann Dir so nicht gelingen. Lothar
Klopfstock (60) antwortete darauf am 24.03.10:
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 loslosch schrieb daraufhin am 24.03.10:
Danke für die Klarstellung. Übrigens meinte Martin Walser im Spiegel-Interview letzte Woche, er habe keine Probleme mit der Vorstellung, dass sich posthum unter M. W. nur der lexikalische Einträg fände: Vater von Alissa Walser. Gänzlich uneitel. :) Lo

 Didi.Costaire (24.03.10)
Dass wir alle die Lizenz zum Dichten besitzen, ist mit Blick auf die Vergangenheit und in andere Staaten schon eine Errungenschaft, Lothar. Was man damit macht, ist eine andere Sache, aber keine ganz so verkehrte.
LG, Dirk

 loslosch äußerte darauf am 24.03.10:
Der Wortwitz sollte keine Kritik an der Lizenzfreiheit begründen. Die partiell unangenehmen Folgen dieser Lizenzfreiheit kann der Leser leicht umgehen, indem er einfach wegschaut.

Danke Dir(k), dass Du nicht weggeschaut hast. :) Lothar
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