Es ging und geht aufwärts (wenn mich nicht alles täuscht)

Tagebuch zum Thema Reisen

von  S4SCH4

Heute will ich einen heben gehen. Irgendwie. Ein Mittagsbier brachte mich in Laune und die Sorgen um den Hof bin ich los. Warum also nicht?

 

Man soll ja bekanntlich die Feste feiern, wie sie fallen, und heute gefällt mir der Fall eines Besäufnisses besonders gut. Ich bin geduscht und scheine ausgeruht, habe einiges hinter mich gebracht und einen Plan, wie es weitergehen soll … also, wenn das kein Grund zum Feiern ist, was dann?

 

Die Strecke durch die Abruzzenlandschaft um Città Sant’Angelo hinab zur Küste nach Pescara war sehr urtümlich … um es einmal nett zu sagen. Praktisch durchlief ich einen längeren Schlammweg steil hinauf und steil hinab, während sich der nasse Matsch – es regnete gestern – zwischen Reifen und Radaufhängung immer wieder festsetzte und aushärtete. So war ich gezwungen, alle Nase lang die Erde aus den Spalten zu kratzen, und dies am Abhang. Aber es war auch nicht weiter schlimm, denn das Rad bewegte sich durch die an der Aufhängung und am Rahmen festgeklebte Masse ohnehin nicht mehr. Es war nervig, meine Erkältung vergaß ich, ich schwitzte Rotz und Wasser, fluchte auf die Welt und schob bitterlich das Rad samt Gepäck durch die Botanik. Doch genug, diese Schilderung soll genügen, um die heutigen Unannehmlichkeiten darzulegen, denn ich merke, wie bei der Erinnerung an jene Stunde die Feierlaune sinkt.

 

Das mir im B&B zugeteilte Zimmer mag ich. Gerne wünschte ich mir, es wäre etwas Längerfristiges für den Winter, damit wäre ich vollends zufrieden, um nicht zu sagen glücklich.

 

Belassen wir es dabei für den Moment, ich habe einen schönen Abend vor mir ...




Anmerkung von S4SCH4:

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