Literarisches Rätsel 18 Philosophen wissen mehr über die Liebe als Banausen denken
Ansprache zum Thema Betrachtung
von EkkehartMittelberg
Kommentare zu diesem Text
Graeculus (76)
(19.04.25, 00:10)
(19.04.25, 00:10)
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Graeculus (76) meinte dazu am 19.04.25 um 00:14:
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Graeculus (76) antwortete darauf am 19.04.25 um 00:19:
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Gracias, Graeculus, ich habe gehofft, dass du den Hinweis auf Diotima geben würdest, habe ihn also bewusst zurückgehalten. Es ehrt dich, dass du als Altphilologe von Hölderlins Liebe zu Diotima wusstest. Aber was weißt du nicht?
Mir wurde wieder bewusst, dass der Politiker Alkibiades trotz seiner Fehler ein großartiger Mensch gewesen sein muss. Es ist doch erstaunlich, dass er Sokrates, der hässlich wie ein Silen war, wegen seiner inneren Vorzüge liebte und öffentlich bekannte, dass ihm Sokrates sexuelle Liebe verweigerte.
Mir wurde wieder bewusst, dass der Politiker Alkibiades trotz seiner Fehler ein großartiger Mensch gewesen sein muss. Es ist doch erstaunlich, dass er Sokrates, der hässlich wie ein Silen war, wegen seiner inneren Vorzüge liebte und öffentlich bekannte, dass ihm Sokrates sexuelle Liebe verweigerte.
Graeculus (76) äußerte darauf am 19.04.25 um 12:03:
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Ja, schillernd trifft es. Er war keineswegs seriös und nicht der, den man als guten Charakter bezeichnen könnte. Aber weil er Sokrates nicht als weltfremden Spinner verachtete, sorgte er für das faszinierende Beispiel einer Liaison zwischen Kapital und Geist, den ich freilich auch Alkibiades auch nicht absprechen möchte.
Graeculus (76) meinte dazu am 19.04.25 um 15:07:
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Ich freue mich immer auf den informativen "Schlagoberst", den du aufgrund deiner ungewöhnlichen Belesenheit bereithalten kannst.
Hallo Ekki,
den wohl derbsten Kontrast zu Platons anspruchsvollem „Symposion“ stellt „Das Gastmahl des Trimalchio“ aus römischer Zeit dar:„Eine Bande von Mitessern und Schmarotzern versammelt sich um den zu irrwitzigem Reichtum gelangten, freigelassenen Sklaven Trimalchio. An seiner Tafel öffnet eine Cloaca maxima ihre Schleusen: ein vulgärlateinischer Strom von Volks- und Gossensprache, artikulierend eine Welt ohne Götter, eine Zivilisation, die alle menschlichen Verhältnisse relativiert.“
https://de.wikipedia.org/wiki/Das_Gastmahl_des_Trimalchio
Beste Grüße
Henning
Hallo, Henning,
ich bin dir besonders dankbar, dass du an die treffende Satire des Petronius arbiter, des eleganten Zeugen zu Fragen des guten Geschmacks, der noch im Tode Nero verspottete, erinnerst. Da wird ein Gastmahl auf die Schippe genommen, das, die Protzerei Neureicher bloßstellend, unserer philosophiefernen Zeit viel näher liegt als das von mir beschriebene geistreiche Gastmahl in Athen.
Beste Grüße
Ekki
ich bin dir besonders dankbar, dass du an die treffende Satire des Petronius arbiter, des eleganten Zeugen zu Fragen des guten Geschmacks, der noch im Tode Nero verspottete, erinnerst. Da wird ein Gastmahl auf die Schippe genommen, das, die Protzerei Neureicher bloßstellend, unserer philosophiefernen Zeit viel näher liegt als das von mir beschriebene geistreiche Gastmahl in Athen.
Beste Grüße
Ekki