Nicht nur Kurztexte
Aphorismus zum Thema Wertschätzung
von EkkehartMittelberg
Anmerkung von EkkehartMittelberg:
Mir geht es diesmal besonders um das Inhaltliche. Ich finde, dass längere Texte bei kV inzwischen eine zu geringe Rolle spielen. Sofort zugestanden und eingeräumt: Eine Internet-Plattform ist für kurze Texte besser geeignet und deshalb ist es auch richtig, dass hier der Kurztext des Tages gepflegt wird. Aber früher erschienen hier öfter mal gelungene längere Texte, die man heute kaum noch sieht. Seien wir doch mal ehrlich: Ein längerer Text hat mehr mögliche Fehlerquellen auf unterschiedlichen Ebenen als ein kurzer. Um es an einem extremen Beispiel zu verdeutlichen: Es ist schwieriger, einen gelungenen Roman zu schreiben als einen treffenden Aphorismus.
Wenn meine These richtig ist, möchte ich die User von kV ermuntern, weiterhin guten kurzen Texten ihre Anerkennung nicht zu versagen, aber denen Mut zu machen, die es noch wagen, längere Texte zu schreiben,
Kommentare zu diesem Text
Liebe Grüße
mona
Wenn meine These richtig ist, möchte ich die User von kV ermuntern, weiterhin guten kurzen Texten ihre Anerkennung nicht zu versagen, aber denen Mut zu machen, die es noch wagen, längere Texte zu schreiben,
PS. Ich sehe gerade, dass sich meine Antwort als Anmerkung zu dem Aphorismus eignet.
Liebe Grüße
Ekki
Ciao, Frank
Grazie!
wie längeres nicht selten schnurz!
lg
henning
PS
Kaiser Joseph II. soll seinerzeit zu Mozart über dessen Singspiel „Die Entführung aus dem Serail“ gesagt haben: „Zu schön für unsere Ohren und gewaltig viel Noten, lieber Mozart“. Worauf Mozart, schlagfertig und nicht unerehrbietig, konterte: „Grad so viel Noten, Eure Majestät, als nötig sind.“ – So verhält es sich auch mit langen, wortreichen Texten zumindest großer Autoren.
LG
Jorge
Ich habe großen Respekt vor längeren Texten, die "keine Note" zu viel oder zu wenig haben. Dabei denke ich zum Beispiel an den ersten Teil von Goethes "Faust". Es möge bitte keiner erschrecken: Diesen Anspruch erhebe ich nicht für KV, aber sagen wir mal: Einen leserfreundlichen wohlabgewogenen längeren Text halte ich auch hier für möglich.
LG
Ekki
(10.10.20)
bei den Belastungen deines Berufes ist es anerkennenswert, dass du überhaupt Literatur liest und sogar schreibst. Insofern spielst du eine positive Sonderrolle.
Liebe Grüße
Ekki
(10.10.20)
LG
Ekki
(10.10.20)
Wir brauchen ja für die Zukunft nicht mit einer hohen Quote längerer Texte zu rechnen. Mir geht es nur darum, dass die wenigen, die sich der großen Anstrengung der komplexen Gestaltung eines umfangreichen Stoffes noch aussetzen, die verdiente Anerkennung erfahren. Um nur ein Beispiel zu nennen. "Die Bestie" von Trekan Belluvitsh gehört sicher zu den besten Produkten des Schauerromans. Obwohl dieser Roman äußerst spannend ist, hatte er hier leider nur eine geringe Resonanz. Aber wem sage ich das? Ich weiß, dass du mein Anliegen bei guten längeren Texten unterstützen wirst, obwohl du sie am Bildschirm nur ungern liest.
Man kann versuchen, die Fähigkeit zur Gliederung der Zahl der Absätze zu entnehmen. - Aber tatsächlich erahnt man sie oft bereits am Bau der ersten Sätze.
Wenn ich hier einen langen Text von Autoren wie Oreste erblicke, freue ich mich vorab bereits darauf, viele sprachliche Leckerbissen auf engstem Raume angeboten zu bekommen.
Bei AutorInnen wie Sandfarben wiederum weiss ich, dass sie mit einen besonders kurzen Text einen besonders langen Nachhall schaffen kann...
(10.10.20)
(10.10.20)
LG
Ekki
LG
Ekki
Ferris ist hier der Langtextchampion. Er schreibt die Bibel neu. Hoffentlich hat er noch genügend Zeit um KV.
Bitte nimm das jetzt als Wahrheit. Wenn ich deine Texte lese, frage ich mich nicht, ob sie kurz oder lang sind, weil ich sehr auf den Inhalt konzentriert bin.
ich empfinde das eher umgekehrt. Sehne mich nach einem Lyrikforum ohne Fortsetzungsromane ... das soll aber niemandem den Spaß verderben.

Dein Text als solcher ist wie gewohnt gelungen.
Herzliche Grüße
der8.
ich hoffe sehr, dass sich in der Praxis von KV weiterhin die Bedürfnisse der Leser ausgleichen und dass wir gute Kompromisse finden.
Was mich selbst angeht, werde ich weiterhin vorwiegend kurze Texte schreiben, aber die längeren und langen lesen, weil ich nicht möchte, dass sich die dafür Begabten allein gelassen fühlen.
Danke und herzliche Grüße zurück
Ekki
(11.10.20)
Meinem Wunsch wird nicht gerecht, wer kürzere Texte gegen längere ausspielt oder das Lesen von Weltliteratur gegen die Empfehlung, auch längere Texte zu schreiben.
Ich halte es für selbstverständlich, dass Autoren für literarische Foren auch anspruchsvolle Literatur lesen, weil von ihr Anreize zur eigenen Gestaltung ausgehen können (nicht müssen: siehe zum Beispiel Reich Ranicki). Ich selbst hoffe, dass ich es in meinem Leben noch schaffe, die "ZEIT-Bibliothek der 100 Bücher" zu lesen, die als suhrkamp taschenbuch von Fritz. J. Raddatz herausgegeben wurde,
Deine Zusammenstellung gefällt mir auch sehr gut, aber sie betrifft wie gesagt ein anderes Thema als das von mir gewählte.
nur wenige Schlagworte aus der "guten alten Zeit" haben sich bis ins Heute gerettet. Du weist noch, was eine Telefonzelle ist und kannst dich an "Fasse dich kurz" erinnern.
KV ist so eine Art Telefonzelle. Wer kurz spricht, bzw. schreibt, der ist beliebt! Nein keine Ballade, das raubt Zeit, keine lange Erzählung, bis endlich die Pointe kommt!
Schnell geschrieben, schnell gelesen, schnell vergessen!
Rushhour-Literatur!
Ok, war Satire

Herzliche Grüße
TT
Herzliche Grüße
Ekki
(12.10.20)
In einem freilich stimme ich dir zu. Es gibt Romanciers, die unbegabt für Lyrik sind und Lyriker, die keine Romane schreiben können. Aber diesen Vergleich habe ich ja auch nicht gemacht.
Ich werde deshalb auch nicht mehr darauf eingehen, Nur so viel: Wenn ich behaupte, dass es schwieriger sei, einen guten Roman zu schreiben als einen guten Aphorismus werte ich damit doch Aphorismen nicht ab.
(16.10.20)
Liebe Grüße
Ekki