Fröhliche Herbstgedanken

Alltagsgedicht zum Thema Jahreszeiten

von  EkkehartMittelberg

Wenn die ersten Blätter leise fallen,
denken viele an Vergänglichkeit,
Kranichschreie, und es rennt die Zeit,
deren Schritte unaufhörlich hallen.

Ich lass dennoch meinen Drachen steigen,
laufe munter durch den bunten Wald,
grau die Haare, doch das Herz nicht alt.
Immer weiter geht des Lebens Reigen.

In der Schale liegen frische Früchte,
auf gedecktem Tisch steht junger Wein,
Sterben und Vergehen sind nur Schein,

ewger Tod, Verdammnis nur Gerüchte,
glaub nicht Ammenmärchen, Höllenpein!
Asche wird einst eine Rose sein.

September 2011

 



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Kommentare zu diesem Text


 Saira (30.08.26, 09:58)
Moin Ekki,

deine Worte sind die schönste Antwort auf die Vergänglichkeit: sich an den Farben freuen, den jungen Wein genießen, das Herz nicht nach den Jahren fragen und den Drachen immer noch ein kleines Stück höher steigen lassen. :)

Deine Herbstgedanken gefallen mir sehr. Sie sind lebensfroh, leicht und mit diesem wunderbaren kleinen Trotz gegen alles Vergehen.

Herzliche Grüße
Sigi

 EkkehartMittelberg meinte dazu am 30.08.26 um 10:34:
Merci, Sigi,

lasst uns in diesem Sinne den Herbst genießen.

Herzliche Grüße
Ekki

 plotzn (30.08.26, 14:10)
Servus Ekki,

bei der Asche bin ich zwar nicht ganz so optimistisch, aber das Leben genießen, statt sich Sorgen über das Morgen zu machen, ist eine gesunde Einstellung.

Liebe Grüße
Stefan

 EkkehartMittelberg antwortete darauf am 30.08.26 um 16:34:
Merci, Stefan,                                                         Vielleicht bin ich zu optimistisch, was die Asche angeht. Mein Gedicht spiegelt eine Stimmung.

Liebe Grüße
Ekki

Antwort geändert am 30.08.2026 um 18:09 Uhr

 Tula (30.08.26, 22:17)
Lieber Ekki
Außerdem kann man im Herbst endlich günstiger in den nun angenehm warmen Süden fliegen. Wie zum Beispiel ein paar Tage nach Portugal.

LG Tula

 EkkehartMittelberg schrieb daraufhin am 30.08.26 um 23:02:
Hallo Tula,

mit solchen Verheißungen darf man zu Recht fröhlich sein.

LG
Ekki

 harzgebirgler (01.09.26, 16:08)
"Die Aussicht

Wenn in die Ferne geht der Menschen wohnend Leben,
Wo in der Ferne sich erglänzt die Zeit der Reben,
Ist auch dabei des Sommers leer Gefilde,
Der Wald erscheint mit seinem dunklen Bilde.

Daß die Natur ergänzt das Bild der Zeiten,
Daß die verweilt, sie schnell vorübergleiten,
Ist aus Vollkommenheit, des Himmels Höhe glänzet
Den Menschen dann, wie Bäume Blüth' umkränzet."


(Hölderlin)

LG
Henning

 EkkehartMittelberg äußerte darauf am 01.09.26 um 18:51:
Merci, Henning,
wenn Aussicht so schön beschrieben wird, mag man sie nicht missen.

LG
Ekki

 Moppel (07.09.26, 20:16)
kann man gut gebrauchen so ein hoffnungsvolles Gedicht Ekki. lG von M.

 EkkehartMittelberg ergänzte dazu am 22.09.26 um 18:11:
Danke für deine Resonanz, Monika.
LG
Ekki
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