Die mächtigste Herrscherin

Gedicht zum Thema Zeit

von  EkkehartMittelberg

Die Herrschaft der Zeit kann niemand vergessen,

ein Blick in den Spiegel zeigt, wie vermessen.

Sogar Götter müssen sich ihr beugen,

selbst Gott, die Schöpfungsstory wird’s bezeugen.

 

Sie lauert lautlos, farblos, unsichtbar,

die Haut wird gefaltet, gefärbt dein Haar.

Es hilft keine Schminke und auch kein Kniff,

sie hat uns alle immer im Griff.

 

Jedoch Momente der Zeitvergessenheit

erheben uns über Elend und Leid.

Wir müssen es zwar teuer bezahlen,

dass wir ihr permanente Wirkung stahlen.

 

Bewusstsein der Zeit haben wir uns gegeben,

um unter ihrer Herrschaft zu leben.

Es scheint, sie hat mit dem Tode ein Ende,

vielleicht ist auch der nur eine Wende.



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Kommentare zu diesem Text


 franky (03.08.26, 08:47)
Hi lieber Ekki 

"Bewusstsein der Zeit haben wir uns gegeben,
um unter ihrer Herrschaft zu leben."
Ja lieber Ekki, das müssen wir Zeit Lebens. 

Grüße von Franky 

 EkkehartMittelberg meinte dazu am 03.08.26 um 09:46:
Merci, Franky,
wer mit Zeit bewusst umgeht,
sich aufs Leben besser versteht.

LG
Ekki

 Regina (03.08.26, 08:48)
Das Mysterium aber ist, dass es ohne Raum keine Zeit gibt, Raum-Zeit-Kontinuum.

 EkkehartMittelberg antwortete darauf am 03.08.26 um 09:49:
Gracias, Gina,
das Universum bietet der Zeit ausreichend Raum.

 Regina schrieb daraufhin am 03.08.26 um 09:59:
Nur, wenn da Sterne und Planeten herumfahren, bildet sich auch Zeit.

 EkkehartMittelberg äußerte darauf am 03.08.26 um 10:06:
Ja, der Raum braucht Fixpunkte.

 willemswelt (03.08.26, 09:21)
was soll`s ,Ekki-können ruhen oder prassen,am besten ist,man bleibt gelassen,einen Grüß zum neuen Tag,Willem

 EkkehartMittelberg ergänzte dazu am 03.08.26 um 09:55:
Danke Willem, ja

Du bekommst vom Leben mehr zu fassen,
begegnest du der Zeit gelassen.

LG
Ekki

 AchterZwerg (04.08.26, 07:07)
Zur Plage unseres Daseins trägt nicht wenig auch dieses bei, daß stets die Zeit uns drängt, uns nicht zu Atem kommen läßt und hinter jedem her ist, wie ein Zuchtmeister mit der Peitsche. – Bloß dem setzt sie nicht zu, den sie der Langenweile überliefert hat.

Quelle: Schopenhauer, Parerga und Paralipomena, 2 Bde., zweite vermehrte Auflage 1862 (EA: 1851). Zweiter Band. Kapitel 12. Nachträge zur Lehre vom Leiden der Welt

Sollte man dies als Lob auf die Langeweile verstehen, lieber Ekki?
Oder wie jetzt?

Immerhin ist die Zeit aber die einzige, die alles Leid und alle Schmerzen verdauen kann ... sagt der o. G.  :D

 EkkehartMittelberg meinte dazu am 04.08.26 um 07:59:
Hallo Piccola,
Sehr scharfsinnig, dieser Befund von Schopenhauer.
Langeweile nervt. Insofern setzt die Zeit doch jedem zu.
LG
Ekki

 harzgebirgler (04.08.26, 09:58)
alles hat sene zeit
wohl bis in ewigkeit
und weile haben will gut ding
bevor's am ende auch verging.

lg
henning

 EkkehartMittelberg meinte dazu am 04.08.26 um 10:13:
Merci, Henning,

auch wenn gute Dinge vergehen,
bleibt Gelassenheit hoffentlich bestehen.

Beste Grüße
Ekki
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