Geheimnisvolle Lyrik

Gedicht zum Thema Geheimnis

von  EkkehartMittelberg

Die einen schreiben klar wie eine Quelle,

andre sybillinisch rätselhaft

und eifrig grübelt dann die Leserschaft,

fasziniert durch Dunkles und das Helle.


Die Rätselrater sind zumeist bescheiden,

bestimmt gibt es den tiefren Sinn,

gibt man sich ihm geziemend hin,

sie grasen auf und ab die Lyrikweiden.


Geheimnisvolles möcht auch ich nicht missen,

doch manchmal bin ich ratlos leider

und denke an des Kaisers neue Kleider,

nicht wahr, man muss nicht alles wissen.




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Kommentare zu diesem Text


 Regina (15.01.25, 02:19)
Der Rat, den ich schon öfter hier gab,
war den Sinn zu erfragen
noch an Lebenstagen,
den der Dichter sonst nimmt mit in sein Grab.

 EkkehartMittelberg meinte dazu am 15.01.25 um 11:32:
Merci, Gina, manche Dichter sterben, ummantelt von sehr viel Sinn. :)

 AchterZwerg (15.01.25, 06:50)
Lieber Ekki,

etwas selbst nicht zu verstehen, heißt nicht unbedingt, dass es unverständlich oder gar ein Blender  i s t 8-) ,

lächelnde Grüße
Piccola

 EkkehartMittelberg antwortete darauf am 15.01.25 um 11:36:
Grazie, Piccola, so denken auch die bescheidenen Rätselrater, von denen ich sprach.
Schmunzelnde Grüße
Ekki

 plotzn (15.01.25, 09:19)
Servus Ekki,

das ist das Schöne an kv. Mann kann den Autor fragen und oft erschließt sich schon aus den Kommentaren anderer, ob es zu kryptisch geschrieben ist oder ob man selbst auf dem Schlauch steht...

Ich hoffe, ich habe mich klar ausgedrückt!  ;)

Liebe Grüße
Stefan

 EkkehartMittelberg schrieb daraufhin am 15.01.25 um 11:40:
Gracias, Stefan, du drückst dich immer klar aus. Am meisten schätze ich die Autoren, die ich nicht fragen muss.

Liebe Grüße
Ekki

 harzgebirgler (15.01.25, 09:46)
:) :)
hallo ekki,

meist ist's bloß sibyllinisches geschwafel
an dichterisch eh ungedeckter tafel:
"der Vater aber liebt,
Der über allen waltet,
Am meisten, daß gepfleget werde
Der feste Buchstab, und bestehendes gut
Gedeutet. Dem folgt deutscher Gesang."

(Hölderlin, Patmos)

beste grüße
henning

 EkkehartMittelberg äußerte darauf am 15.01.25 um 11:45:
Vielen Dank, Henning.
Hölderlin war ein großer Dichter. Aber er wusste auch um den Reiz der Orakel.
Mit festem Buchstabgruß
Ekki
Teo (73)
(15.01.25, 10:12)
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 EkkehartMittelberg ergänzte dazu am 15.01.25 um 14:42:
Wir sind uns einig, Teo, die auf hohem Niveau jammern, lassen sich auf gehobenem Niveau verarschen.
Erhabene Grüße
Ekki

 Saira (15.01.25, 11:52)
Moin Ekki,
 
ich finde es spannend, über Gedichte, die sich mir nicht erschließen, nachzugrübeln. Schreibt ein Autor jedoch ständig unverständlich, dann frage ich mich schon, ob er seine Texte überhaupt selbst versteht, und ich verliere die Lust, bei ihm zu lesen.
 
Liebe Grüße
Sigi

 EkkehartMittelberg meinte dazu am 15.01.25 um 14:47:
Grazie, Sigi.
ich bin bereit, über die hermetischen Gedichte von Autoren nachzugrübeln, die gelegentlich beweisen, dass sie auch Klartext schreiben können.

Liebe Grüße
Ekki
hehnerdreck (67)
(06.02.25, 15:01)
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