Heitere Vorurteile über Philosophen
Ansprache zum Thema Betrachtung
von EkkehartMittelberg
Anmerkung von EkkehartMittelberg:
Bildquelle: Pixabay, wal_172619- karl-marx
Ich versuche dei Sammlung weiter zu ergänzen und bitte um weitere Beispiele wie vom Achten Zwerg.
Kommentare zu diesem Text
Herr M., Dichter und Denker
Phil. Mainländer, der schrieb manch kluges Lied,
zum Ende mehr noch über Suizid.
* Wer den" (noch) nicht kennen sollte: Von Philipp Mainländer stammt die "Philosophie der Erlösung"; das Nicht-Sein ist folglich dem Sein vorzuziehen. - Sozusagen radikalisierter Schopenhauer, nä?
Am 11. Juni und 12. Juni findet ein Symposium über ihn in Offenbach statt.
Das kommt er nämlich her, der Arme!
Vielleicht was für Ätznatron? Und oder Jack?
Phil. Mainländer, der schrieb manch kluges Lied,
zum Ende mehr noch über Suizid.
* Wer den" (noch) nicht kennen sollte: Von Philipp Mainländer stammt die "Philosophie der Erlösung"; das Nicht-Sein ist folglich dem Sein vorzuziehen. - Sozusagen radikalisierter Schopenhauer, nä?
Am 11. Juni und 12. Juni findet ein Symposium über ihn in Offenbach statt.
Das kommt er nämlich her, der Arme!
Vielleicht was für Ätznatron? Und oder Jack?
Indes:
Der Hedonist braucht kein List,
weil jeder voll zufrieden ist;
Ein Schoppnerfan muss selber denken,
den Trieb in Richtung "Willen" lenken.
Indessen klagt der Platonist:
Ach, alles wird und gar nix ist!
Der Hedonist braucht kein List,
weil jeder voll zufrieden ist;
Ein Schoppnerfan muss selber denken,
den Trieb in Richtung "Willen" lenken.
Indessen klagt der Platonist:
Ach, alles wird und gar nix ist!
Antwort geändert am 07.06.2026 um 17:14 Uhr
Merci, Piccola,
für solche, die stecken plump im Pfuhle,
ist hilfreich die feine Frankfurter Schule.
Liebe Grüße
Ekki
für solche, die stecken plump im Pfuhle,
ist hilfreich die feine Frankfurter Schule.
Liebe Grüße
Ekki
Jack (43) schrieb daraufhin am 08.06.26 um 10:37:
Diese Antwort ist nur für eingeloggte Benutzer lesbar.
To the wonderful Jack:
Wo se Recht ham, ham se Recht!
Wo se Recht ham, ham se Recht!
Darauf ein Glas Nost.
ваше здоровье
Trinkst du gern ein Glaserl Nost,
sage vorher höflich "Prost!"
Trinkst du gern ein Glaserl Nost,
sage vorher höflich "Prost!"
Servus Ekki,
so augenzwinkernd macht Philosophie gleich viel mehr Spaß!
Ich denke, also bin ich smart.
(ist noch zu lang!) René Descartes
Liebe Grüße
Stefan
so augenzwinkernd macht Philosophie gleich viel mehr Spaß!
Ich denke, also bin ich smart.
(ist noch zu lang!) René Descartes
Liebe Grüße
Stefan
nett.
So macht Philisophie Spaß, Ekki. Schmunzeln von M.
@ plotzn und Moppel,
grazie, wenn es ein wenig Spaß macht, hat es seinen Zweck erfüllt.
grazie, wenn es ein wenig Spaß macht, hat es seinen Zweck erfüllt.
Im Stillen greint Herr Habermas:
"Dein 8er ist ein Laberaas!"
.
"Dein 8er ist ein Laberaas!"
.
Antwort geändert am 08.06.2026 um 12:42 Uhr
Da tadle ich Herrn Habermas,
der den Achten oberflächlich las.
der den Achten oberflächlich las.
Alabanda (41)
(08.06.26, 08:12)
(08.06.26, 08:12)
Dieser Kommentar ist nur für eingeloggte Benutzer lesbar.
Er hat die Welt verändert wie kein Zweiter,
doch die Revolution kam nicht weiter.
doch die Revolution kam nicht weiter.
Alabanda (41) meinte dazu am 08.06.26 um 10:26:
Diese Antwort ist nur für eingeloggte Benutzer lesbar.
Verfeinern will uns der Herr Popper
den Alltag - und fährt heimlich Hopper!
den Alltag - und fährt heimlich Hopper!
Ein Schelm auch, wer vergisst,
wieviele der Kapatalismus frisst.
wieviele der Kapatalismus frisst.
Den Schotterstein rollt Sisyphos
und lässt nicht mal bei Albert los!
.
und lässt nicht mal bei Albert los!
.
Alabanda (41) meinte dazu am 08.06.26 um 12:10:
Diese Antwort ist nur für eingeloggte Benutzer lesbar.
Moin Ekki,
deine „Heiteren Vorurteile“ sind für mich ein philosophisches Buffet: Kant bleibt brav beim Ding an sich, Fichte ist viel zu dicht, und Epikur genießt einfach bescheiden seine Hedone. Sokrates weiß, dass er nichts weiß und Xantippe fragt sich, was das Ganze soll. Schön, dass du zeigst, dass Philosophie nicht nur Grübeln, sondern auch Schmunzeln kann.
Blochs Hoffnung quillt einem dabei fast schon aus den Zeilen entgegen, und man merkt: hier lernt man mehr über Menschen als in manchem dicken Werk, sogar ganz ohne akademisches Kopfzerbrechen.
Danke fürs Philosophieren mit einem Augenzwinkern!
Liebe Grüße
Sigi
deine „Heiteren Vorurteile“ sind für mich ein philosophisches Buffet: Kant bleibt brav beim Ding an sich, Fichte ist viel zu dicht, und Epikur genießt einfach bescheiden seine Hedone. Sokrates weiß, dass er nichts weiß und Xantippe fragt sich, was das Ganze soll. Schön, dass du zeigst, dass Philosophie nicht nur Grübeln, sondern auch Schmunzeln kann.
Blochs Hoffnung quillt einem dabei fast schon aus den Zeilen entgegen, und man merkt: hier lernt man mehr über Menschen als in manchem dicken Werk, sogar ganz ohne akademisches Kopfzerbrechen.
Danke fürs Philosophieren mit einem Augenzwinkern!
Liebe Grüße
Sigi
Gracias Sigi,
wer so klug kommentierend in Heiterkeit badet,
allen nützt und ändert den, der schadet.
Serene Grüße
Ekki
wer so klug kommentierend in Heiterkeit badet,
allen nützt und ändert den, der schadet.
Serene Grüße
Ekki
Hallo Ekki,
Thales von Milet gilt als der erste griechische Naturphilosoph und als einer der Sieben Weisen. Der Überlieferung nach war er einst so sehr in die Beobachtung des Sternenhimmels vertieft, dass er nicht auf seinen Weg achtete und in einen Brunnen stürzte. Eine thrakische Magd soll ihn dafür ausgelacht haben, weil er zwar den Himmel erforschen wollte, aber die Dinge direkt vor seinen Füßen übersah.
Diese Anekdote wurde vor allem durch Platons Dialog Theätet bekannt und steht symbolisch für den weltfremden Gelehrten, der den Bezug zur Realität verloren hat.
Heidegger erzählte und kommentierte sie einst ebenfalls ausführlich in seiner Vorlesung im Wintersemester 1935/36 „Die Frage nach dem Ding“. Dabei nutzte er den Sturz des Thales nicht, um sich über den Philosophen lustig zu machen, sondern um das Wesen der Philosophie selbst zu beschreiben:
LG
Henning
Thales von Milet gilt als der erste griechische Naturphilosoph und als einer der Sieben Weisen. Der Überlieferung nach war er einst so sehr in die Beobachtung des Sternenhimmels vertieft, dass er nicht auf seinen Weg achtete und in einen Brunnen stürzte. Eine thrakische Magd soll ihn dafür ausgelacht haben, weil er zwar den Himmel erforschen wollte, aber die Dinge direkt vor seinen Füßen übersah.
Diese Anekdote wurde vor allem durch Platons Dialog Theätet bekannt und steht symbolisch für den weltfremden Gelehrten, der den Bezug zur Realität verloren hat.
Heidegger erzählte und kommentierte sie einst ebenfalls ausführlich in seiner Vorlesung im Wintersemester 1935/36 „Die Frage nach dem Ding“. Dabei nutzte er den Sturz des Thales nicht, um sich über den Philosophen lustig zu machen, sondern um das Wesen der Philosophie selbst zu beschreiben:
- Das Notwendige Fallen: Für Heidegger ist das Philosophieren „jenes Vorgehen, bei dem man besonders Gefahr läuft, in den Brunnen zu fallen“. Er sieht den Sturz in den Abgrund als eine strukturelle Notwendigkeit des Denkens.
- Verlust des alltäglichen Bodens: Wer tiefe, fundamentale Fragen nach dem Wesen der Dinge stellt, muss laut Heidegger zwangsläufig den sicheren Boden der alltäglichen Erfahrungen und der oberflächlichen Lebenswelt unter den Füßen verlieren.
- Die Beschränktheit des Lachens: Das Lachen der Magd (und der breiten Öffentlichkeit) repräsentiert für ihn das bloß gesunde, alltägliche Vorstellungsvermögen, das nicht begreifen kann, warum man sich mit Dingen beschäftigt, die nicht unmittelbar „vor den Füßen liegen“.
LG
Henning
Ein wunderbarer Beitrag, Henning
Würdest du bitte zwei oder mehr Verslein daraus machen, die ich den anderen oben hinzufügen kann?
LG
Ekki
Würdest du bitte zwei oder mehr Verslein daraus machen, die ich den anderen oben hinzufügen kann?
LG
Ekki
:)

dem alltagsverstand kommt als tor
ein philosoph wie thales vor
der sterne voll im blick behält
und deshalb in den brunnen fällt
was ja nur für die tiefe steht
mit welcher er zu werke geht.
dem alltagsverstand kommt als tor
ein philosoph wie thales vor
der sterne voll im blick behält
und deshalb in den brunnen fällt
was ja nur für die tiefe steht
mit welcher er zu werke geht.
Antwort geändert am 10.06.2026 um 18:54 Uhr
Mit Blick auf die Sterne,
philosophiert er noch im Brunnen gerne.
philosophiert er noch im Brunnen gerne.
Sehr hübsche Philosophenschelte.
Empfehlenswert auch
Lutz Goldsetzer : "Die Philosophenwelt
in Versen vorgestellt", Reclam
Empfehlenswert auch
Lutz Goldsetzer : "Die Philosophenwelt
in Versen vorgestellt", Reclam
Ottos Philosophiegeschichte im Gedichte:
https://keinverlag.de/510713.text
LG
🤗🤔
https://keinverlag.de/510713.text
LG
🤗🤔
Antwort geändert am 16.07.2026 um 13:27 Uhr
Ottos Philosophiegeschichte im Gedichte:
https://keinverlag.de/510713.text
LG
🤔🤗
https://keinverlag.de/510713.text
LG
🤔🤗
Antwort geändert am 16.07.2026 um 13:51 Uhr