Unauslöschlicher Hass

Aphorismus zum Thema Frieden

von  EkkehartMittelberg

Der klügste Friedensvertrag kann Hass nicht beseitigen, der über Generationen geschürt wurde.




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Kommentare zu diesem Text


 Moppel (16.10.25, 09:43)
Ich verstehe, was du meinst, Ekki. 
IUch würde es nicht Hass nennen, Ekki. Das Wort ist abgedroschen und in aller Munde, selbst bei kleineren Streitigkeiten unter Menschen. Das Wort hat seinen ursprünglichen Wert verloren.
Ich würde es eher Leid nennen, Unrecht, Schmerz, den man sich angetan hat.
Ja, all das kann man nicht mit einem Friedensvertrag wegwischen.
lG von M.

 EkkehartMittelberg meinte dazu am 16.10.25 um 11:49:
Merci, Monika, aus dem Leid, dem Unrecht, dem Schmerz, die du erwähnst, entsteht Hass. Also ist beides richtig. Der klügste Friedensvertrag kann weder den Schmerz, den sich Generationen zugefügt haben, noch den Hass beseitigen.
LG
Ekki

 Mikael (16.10.25, 10:11)
Stimmt. Einen Konflikt der älter ist als die europäische Zivilisation beendet man nicht einfach so weil sich der Westen das wünscht.

 LotharAtzert antwortete darauf am 16.10.25 um 10:35:
Die ursprüngliche Antwort wurde am 16.10.2025 um 10:37 Uhr wieder zurückgezogen.

 EkkehartMittelberg schrieb daraufhin am 16.10.25 um 11:54:
@Jericho: Ja, Hass und Schmerz sprengen die Tünche der Zivilisation.

 EkkehartMittelberg äußerte darauf am 16.10.25 um 11:54:
Die ursprüngliche Antwort wurde am 16.10.2025 um 12:00 Uhr wieder zurückgezogen.

 EkkehartMittelberg ergänzte dazu am 16.10.25 um 11:54:
Die ursprüngliche Antwort wurde am 16.10.2025 um 11:59 Uhr wieder zurückgezogen.

 EkkehartMittelberg meinte dazu am 16.10.25 um 11:54:
Die ursprüngliche Antwort wurde am 16.10.2025 um 11:58 Uhr wieder zurückgezogen.

 EkkehartMittelberg meinte dazu am 16.10.25 um 11:54:
Die ursprüngliche Antwort wurde am 16.10.2025 um 11:57 Uhr wieder zurückgezogen.

 EkkehartMittelberg meinte dazu am 16.10.25 um 11:55:
Die ursprüngliche Antwort wurde am 16.10.2025 um 11:56 Uhr wieder zurückgezogen.

 EkkehartMittelberg meinte dazu am 16.10.25 um 11:55:
Die ursprüngliche Antwort wurde am 16.10.2025 um 11:56 Uhr wieder zurückgezogen.

 Mikael meinte dazu am 16.10.25 um 19:26:
Der Hass ist bei beiden in gewissem Maße identitätsstiftend. Zivilisiert würde ich eine der Konfliktparteien trotzdem bezeichnen

 LotharAtzert (16.10.25, 10:38)
Das ist klar. Aber warum ist das so? - weil die Gene des Verdrängten vererbt werden und solange man das nicht berücksichtigt, (bewußt macht) kann man nichts machen.
Die können über Jahrhunderte, sogar Jahrtausende usw. vererbt werden, aber das Verdrängte, dem ja die Teilhabe am Leben nach wie vor verweigert bleibt, bricht aus, sobald die Konstellation dafür gegeben ist, bzw. die Verdrängenden schwach genug sind.
Was wir schon seit Jahr und Tag gebetsmühlenartig sagen: Die Energie des Verdrängten ist unsterblich, solange sie nicht ins Leben re-integriert und damit sterblich wird.
Schon immer, nicht nur derzeit, wird das Gegenteil gemacht. Haß macht häßlich, das Artensterben ist nur eine der Folgen davon. Dann jetten sie alle dorthin, wo es noch schön ist,  bauen Hotels, Landebahnen usw. und zertrampeln daselbst die letzten Paradiese.

LG
Lothar

 EkkehartMittelberg meinte dazu am 16.10.25 um 12:04:
Ja, Lothar, Verdrängung als Nährmutter von Hass wird meistens übersehen.

LG
Ekki

 Saira (16.10.25, 11:44)
Lieber Ekki,
 
Hass lässt sich nicht verhandeln, nur verwandeln. Vielleicht beginnt Frieden erst dort, wo jemand den Mut hat, den Schmerz zu fühlen, statt ihn weiterzugeben.
 
Liebe Grüße
Sigi

 EkkehartMittelberg meinte dazu am 16.10.25 um 12:09:
Merci, Sigi, das stimmt selbstverständlich. Oft ist der Schmerz so groß, dass es fast übermenschlicher Anstrengung bedarf, sich ihm zu stellen, ihn zu fühlen.

Liebe Grüße
Ekki

 harzgebirgler (16.10.25, 12:20)
liegt welchen der hass von geburt an im blut
sei man vor denen stets tunlichst auf der hut!

lg
henning

 EkkehartMittelberg meinte dazu am 16.10.25 um 13:32:
Gracias, Henning, der generationenübergreifende Hass ist deshalb so gefährlich, weil er als scheinbar selbstverständlich nicht hinterfragt wird.

LG
Ekki

 Beislschmidt (16.10.25, 12:50)
Wieder mal fällt die Welt auf das Trumpeltier herein, Ekki, der Krieg in Gaza wird nicht enden, höchstens sich verlangsamen. Wieder mal hat Europa tatenlos zugeschaut. 
Beislgrüße

 EkkehartMittelberg meinte dazu am 16.10.25 um 13:36:
ja, Beisl, dieser Hass in Gaza ist wie eine Hydra. Hat man ihr ein paar Köpfe abgeschlagen, wachsen andere nach.

 Wastl meinte dazu am 16.10.25 um 21:53:
Das Hydrabild spricht mich an. Find ich klug.

 Nuna (16.10.25, 13:05)
Das ist wohl leider so schaut man auf all das Kriegsgeschehen unsrer Erde.

LG Nuna

 EkkehartMittelberg meinte dazu am 16.10.25 um 13:43:
Grazie, Nuna, je länger die Kriege dauern, desto mehr lädt der Hass sich auf. Beim Krieg im Gazastreifen sehe ich keine Chance mehr, die auf beiden Seiten verfestigten Vorurteile abzubauen. 

LG
Ekki

 Nuna meinte dazu am 17.10.25 um 09:03:
Liste der andauernden Kriege und bewaffneten Konflikte – Wikipedia  https://share.google/X02Dn1C4b5c4sTI45

 EkkehartMittelberg meinte dazu am 17.10.25 um 11:02:
Merci, Nuna,
die Liste andauernder Kriege bestätigt meinen Aphorismus.

 S4SCH4 (16.10.25, 22:02)
Wenn, in einem besagten Friedensvertrag, Hass "beiseite gelassen wird" und nicht länger blank und zielgerichtet beseitigt "was im Weg" stünde, dann wäre schon viel gewonnen. 
Klug würde ich ohnehn einen solchen VErtrag nennen, der den Hass versteht und verarbeiten kann.

 EkkehartMittelberg meinte dazu am 16.10.25 um 22:27:
Ich fürchte, Sascha, dass der Hass so gewaltig ist, dass man ihm mit einem Vertrag nicht mehr beikommen kann.

 Teo (16.10.25, 23:05)
Hi Ekki,
ich müsste lügen wenn ich schreibe, ich kenne keinen Hass.
Doch doch...er hatte von mir schon Besitz ergriffen.
Und dann...in einem Fall... ein Wort, eine Geste, und der Druck war weg.
Das war schön.
Gute Nacht
Teo

 EkkehartMittelberg meinte dazu am 17.10.25 um 11:08:
Ja, Teo,
individuell ausgetragener Hass kann durch Worte und Gesten abgebaut werden, der Hass zwischen Völkern jedoch  hat eine breitflächige, stabile Basis. Zu viele unversöhnliche Menschen erneuern ihn.
LG
Ekki

 Regina (17.10.25, 04:37)
Ein Friedensvertrag ist die Vereinbarung zwischen Völkern, Kampfhandlungen einzustellen. 
Hass entsteht häufig durch erlittenes Unrecht, diese Emotion ist etwas sehr persönliches und damit reflektierend umzugehen, das wäre eine Aufgabe für die Psychotherapie.
Das sind zwei Paar Stiefel und leider ist Reflexion nicht das großartigste Talent der Menschheit.

 EkkehartMittelberg meinte dazu am 17.10.25 um 11:13:
Richtig, Gina, es müsste eine kollektive Psychotherapie erfunden werden, die kollektivem Hass beikommt.

 AchterZwerg (17.10.25, 06:42)
Hallo Ekki,

ich glaube nicht an unauslöschlichen Hass.
Und erinnere gern an die Gespräche zwischen Adenauer und De Gaulle, den offiziellen Vertretern der "Erbfeinde."
Allerdings muss man sich aktuell schon fragen, ob ein Völkermörder der richtige Mann ist, die gewünschte Versöhnung anzuregen ...

Liebe Grüße
Piccola

 EkkehartMittelberg meinte dazu am 17.10.25 um 11:22:
Hallo Piccola,
es kommt wohl auf die Intensität des Hasses an. Die Erbfeindschaft zwischen Deutschland und Frankreich beruhte vor der Versöhnung eher auf überwindbaren Ressentiments,
zwischen Israel und den Palästinensern hingegen existiert unversöhnlicher Hass. Ich hoffe natürlich sehr, dass die künftige Entwicklung mich widerlegt.

Liebe Grüße
Ekki

 plotzn (17.10.25, 10:46)
Das stimmt, Ekki.

Mit einem Vertrag ist dem nicht beizukommen. Es bedarf schon jahrzehntelanger beiderseitiger Bemühungen, um so tief verwurzelten Hass zu entkräften...

Liebe Grüße
Stefan

 EkkehartMittelberg meinte dazu am 17.10.25 um 11:27:
Merci, Stefan,
so ist es, ein Vertrag ist ein juristischer Akt, Hass kann nur durch Psychotherapie abgebaut werden.

Liebe Grüße
Ekki

 Pensionstarifklempner (17.10.25, 23:32)
Frage: Ist Hass menschlich ? Hasserfüllte Reden werden von Menschen gehalten.

 EkkehartMittelberg meinte dazu am 18.10.25 um 00:14:
Ja, er ist menschlich, aber nicht human.
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