Literarische Rätsel. In Trägheit versunken
Ansprache zum Thema Charakterisierung/ Charakteristik
von EkkehartMittelberg
Kommentare zu diesem Text
Graeculus (76)
(21.06.25, 00:06)
(21.06.25, 00:06)
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Saudade (49) meinte dazu am 21.06.25 um 00:09:
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Graeculus (76) antwortete darauf am 21.06.25 um 00:14:
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Graeculus (76) schrieb daraufhin am 21.06.25 um 00:32:
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Wolfgang, ich vermute, dass dich O. durch Leistungsverweigerung zur Verzweiflung gebracht hat. Mir ging es ähnlich. Das lässt Rückschlüsse auf unsere Sozialisation zu.
Saudade (49) ergänzte dazu am 21.06.25 um 00:55:
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O's Traum wird in der Sekundärliteratur häufiger zitiert. Er ist typisch für den Stil des Autors und also von dir gut ausgewählt.
Du und faul, Cori. Mir scheint eher, dass du den Roman schätzt, weil sich Gegensätze anziehen.
Graeculus (76) meinte dazu am 21.06.25 um 01:03:
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Saudade (49) meinte dazu am 21.06.25 um 01:19:
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Cori, das mit der Depression ist eine interessante Version. Hätte der Autor das im Sinne gehabt, dann hätte er ausdrücken wollen, dass der russische Feudalismus, der Großgrundbesitzer zu kleinen Herrgöttern machte, durch Überfluss Depressionen hervorbringen würde. Es wäre dann eine Systemkritik, an der sich ganz Russland beteiligt hätte.
Ausschließen kann man diese Version nicht.
Ausschließen kann man diese Version nicht.
Graeculus (76) meinte dazu am 21.06.25 um 09:56:
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Graeculus (76) meinte dazu am 21.06.25 um 10:00:
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Ich halte Melancholie für eine wehmütige Stimmung, die der Melancholische genießt.
Saudade (49) meinte dazu am 21.06.25 um 10:56:
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Graeculus (76) meinte dazu am 21.06.25 um 12:42:
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Saudade (49) meinte dazu am 21.06.25 um 12:49:
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Moin Ekki,
deine Beschreibung macht deutlich, dass O. von I.G. viel mehr ist als eine Karikatur des Faulenzers: In seiner Lethargie steckt Ironie, Gesellschaftskritik und vielleicht sogar eine stille Form des Widerstands gegen den ständigen Leistungsdruck. Die Kontraste zwischen seiner jugendlichen Hoffnung, der Liebe zu Olga und der späteren Apathie zeigen, wie vielschichtig und lebendig literarische Figuren sein können.
Herzliche Grüße
Sigi
deine Beschreibung macht deutlich, dass O. von I.G. viel mehr ist als eine Karikatur des Faulenzers: In seiner Lethargie steckt Ironie, Gesellschaftskritik und vielleicht sogar eine stille Form des Widerstands gegen den ständigen Leistungsdruck. Die Kontraste zwischen seiner jugendlichen Hoffnung, der Liebe zu Olga und der späteren Apathie zeigen, wie vielschichtig und lebendig literarische Figuren sein können.
Herzliche Grüße
Sigi
Liebe Sigi,
mit der "stillen Form des Widerstands gegen den ständigen Leistungsdruck" erweiterst du die Palette möglicher Interpretationen des O., obwohl Gontscharow daran wahrscheinlich nicht gedacht hat.
Es ist interessant, wie der Wandel der Zeit der Interpretation von Texten Möglichkeiten hinzufügt, die der Autor noch nicht im Blick hatte.
Herzliche Grüße
Ekki
mit der "stillen Form des Widerstands gegen den ständigen Leistungsdruck" erweiterst du die Palette möglicher Interpretationen des O., obwohl Gontscharow daran wahrscheinlich nicht gedacht hat.
Es ist interessant, wie der Wandel der Zeit der Interpretation von Texten Möglichkeiten hinzufügt, die der Autor noch nicht im Blick hatte.
Herzliche Grüße
Ekki
hallo ekki,
wie ein kropf so überflüssig
wirkt, eh lebensüberdrüssig,
des romanes titelheld
der auch nicht davon genas
was schon leselust vergällt
während man doch weiterlas...
lg
henning
wie ein kropf so überflüssig
wirkt, eh lebensüberdrüssig,
des romanes titelheld
der auch nicht davon genas
was schon leselust vergällt
während man doch weiterlas...
lg
henning
Merci Henning, wer den Roman als Widerstandslektüre gelesen hat, hat wohl bis zum Schluss
Leselust aufgebracht.
LG
Ekki
Leselust aufgebracht.
LG
Ekki
@Saudade,
du hast eine Polyvalenz von Themen entdeckt und damit erklärt sich der große Erfolg des Romans, der auch heute noch faszinierte Liebhaber hat.
du hast eine Polyvalenz von Themen entdeckt und damit erklärt sich der große Erfolg des Romans, der auch heute noch faszinierte Liebhaber hat.
Saudade (49) meinte dazu am 21.06.25 um 17:43:
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@ekki
gogol hat mir hingegen
seit je weit mehr gelegen.
lg
henning
gogol hat mir hingegen
seit je weit mehr gelegen.
lg
henning
Jack (43)
(22.06.25, 12:05)
(22.06.25, 12:05)
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