Wankende Demokratie

Ansprache zum Thema Missbrauch

von  EkkehartMittelberg

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Anmerkung von EkkehartMittelberg:

Wankende Demokratie

Es ist sehr schwer, das rechte Maß zu finden,
dass Herrschaft in der Hand des Volkes bleibt,
weil Machtlust gierige Narzisten treibt,
sich der Gewaltenteilung zu entwinden.

Auch Geldgier bringt das Gleichgewicht ins Wanken
und träge Dummheit schränkt Kontrolle ein,
die ausgehebelt wird durch falschen Schein,
und immer mehr Verführte fallen rein.

Wie kann man der Zerstörung Grenzen setzen,
Verfall mit Regen der Erneurung netzen,
Tabus entfernen durch die Kraft von frischem Denken?

Wir brauchen Willen, die Gewalt zu teilen,
uns zu stellen, Brandmauern zu feilen,
das eigene Gewissen muss uns lenken.

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Kommentare zu diesem Text


 Saira (22.04.26, 12:10)
Hallo Ekki,

dein Text trifft einen Nerv.

Dieses „rechte Maß“ wirkt so selbstverständlich und ist doch ständig gefährdet. Macht, Geld, Bequemlichkeit: Es braucht nicht viel, damit etwas kippt.

Das Bild dazu ist stark. Zwei Hände, die die Welt halten oder verschieben. 

Genau da setzt dein Text an: nicht nur im Außen, sondern auch bei uns selbst.

Das eigene Gewissen muss uns lenken.
Das bleibt hängen.

Liebe Grüße
Sigi

 EkkehartMittelberg meinte dazu am 22.04.26 um 14:29:
Merci vor allem dafür, Sigi, dass du erkannt hast, dass ich keinen aus der Verantwortung nehme: das eigene Gewissen.

Liebe Grüße
Ekki

 EVdR (22.04.26, 12:25)
Replik: Wenn das Vakuum materielle Not gebiert
Ekki beschreibt das Vakuum zwischen Rhetorik und Wirklichkeit – die „schillernden Seifenblasen“ einer Sprache, die ihren Inhalt verloren hat. Doch wo die Philologie das Verstummen der Begriffe konstatiert, beginnt die nackte Beweisaufnahme der EVdR.

Das von Ekki diagnostizierte Vakuum ist nicht leer; es ist gefüllt mit systemischer Kälte.

Der Preis der leeren Hülsen: Die Entwertung der Worte findet ihre Entsprechung in Petras Kalkulation des „Reparaturbetriebs Pflege“. 125 Euro Barbetrag sind das Ende jeder Semantik. 

Vom Dialog zum "ChanZen": Während Ekki das Verblassen des Diskurses beklagt, dokumentieren die EVdR Texte die Flucht in den Stillstand. Das Schweigen der Institutionen (Hochschulen oder Medien) ist kein Zufall, sondern die finale Antwort eines Systems, das die Realität nicht mehr aushält.

Ekkis Text ist das Requiem auf eine Diskurskultur. Die EVdR + Petra Texte sind die Autopsieberichte vom Tatort. Die Vision ist entartet, weil die Wahrheit keinen Platz mehr im Prospekt hat.

EVdR

 EkkehartMittelberg antwortete darauf am 22.04.26 um 14:35:
Super EVdR: Kommentare als Dialog und Vergleich öffnen den Blick für die Spannbreite der Diskussion.
Gruß
Ekki

 Teo (22.04.26, 12:27)
Moin Ekki,
man jongliert mit der Weltkugel. Und wir schauen hilflos zu.
Trotz alledem...ich bin immer noch der Meinung  das jeder von uns eine gewisse Verantwortung mitträgt. Die Einstellung, alle anderen sind da in der Pflicht,  nur ich nicht, wird mir fast täglich offenbar. Die Weltkugel als Symbol für den Fortbestand unserer Kultur und unseres Zusammenlebens.
Hoffnungsvolle Grüße 
Teo

 EkkehartMittelberg schrieb daraufhin am 22.04.26 um 14:40:
Gracias, Teo, ich sehe es auch so. Obwohl der Einfluss eines jeden für den Erhalt der Demokratie äußerst gering ist, dürfen wir die Verantwortung nicht abgeben.
Solidarische Grüße
Ekki

 Jack (22.04.26, 12:35)
Demokratie kann es nur in unbedeutenden Staaten wie Neuseeland geben.

 EkkehartMittelberg äußerte darauf am 22.04.26 um 23:06:
Eine interessante Hypothese für eine Geschichte der Demokratie.

 EkkehartMittelberg ergänzte dazu am 22.04.26 um 23:14:
Die ursprüngliche Antwort wurde am 23.04.2026 um 07:38 Uhr wieder zurückgezogen.

 harzgebirgler (22.04.26, 18:30)
ist erst mal politik unser geschick
wie einst napoleon zu goethe sagte
hat sie macht als gestaltungskraft im blick
der begrenzung dann kaum mehr behagte.

lg
henning

 EkkehartMittelberg meinte dazu am 22.04.26 um 23:11:
Ja, Henning, Macht war immer für Autokraten besonders attraktiv. Doch Demokratie verlangt ihre Teilung.
Merci und LG
Ekki

 AchterZwerg meinte dazu am 23.04.26 um 07:31:
"Mein Wohl statt Gemeinwohl" (Ulrich Wickert) lautet die Devise.
Die Tugenden sind im Abwind begriffen und die globale Gesellschaft funktioniert nicht mehr. 
Auch nicht im heruntergebrochenen eigenen Kleinstbereich!

Liebe Grüße
Piccola

 EkkehartMittelberg meinte dazu am 23.04.26 um 11:10:
Grazie, Piccola,
Ja, Skepsis ist selbst gegenüber dem Kleinstbereich angebracht.
Liebe Grüße
Ekki

 plotzn (23.04.26, 08:11)
Richtig, lieber Ekki!

Die Frage "Was kann ich dazu beitragen?" wird viel zu oft vergessen. Jeder einzelne hat wenig macht, aber große Herden von Kleinvieh machen schnell einen ganzen Misthaufen.

Sie wankt und schwankt und ist erkrankt,
den Autokrat freut's er dankt.

Liebe Grüße
Stefan

 EkkehartMittelberg meinte dazu am 23.04.26 um 11:14:
Gracias, Stefan,
es verstört, dass ihre Gesundung nur noch wenigen eine Herzensangelegenheit ist.

Liebe Grüße
Ekki

 Moppel (26.04.26, 19:24)
Das Wort Demokratie wird ausgehöhlt, nacch und nach. Verliert die Kraft, die es mal hatte, weil jeder sich nach dem anderen streckt. Manchmal muss man auch mal alleine gehen, vorangehen. Das wAR FRÜHER schon schwer, heute unmöglich.
Wir sind global, wir sind vernetzt
und jeder jedem ausgesetzt...
lG von M.

 EkkehartMittelberg meinte dazu am 26.04.26 um 22:36:
Merci, Moni,
du erkennst eine nahezu unüberwindbare Schwierigkeit.
Wir sind ökonomisch auf Gedeih oder Verderb mit Autokratien vernetzt.
LG
Ekki

 EVdR (26.04.26, 20:30)
Was braucht es denn wirklich?

Mut ist erforderlich zur Verteidigung der Demokratie. Wer dies tut, legt sich mit einem mächtigen Gegner an. Es geht nur als Idealist!

STEILE THESE:
Eine Krähe hackt der anderen kein Auge aus!
Was wäre, wenn nachweisbar Aufsicht in einem Land nicht funktioniert? Wäre ein solches Land noch eine Demokratie? Oder nur der Schein ...?

(Wer die Beweise für das Staatsversagen im Kleinen sucht, findet sie in der Autopsie des Reparaturbetriebs Pflege. Dort, wo die Aufsicht wegsieht, endet die Demokratie am Bettgitter.)

Beispiele für den Preis der Wahrheit: Anne Frank, Martin Luther King, Gandhi, Nawalny.

Wo sind heute die Erben eines Tucholsky oder Biermann? 
Was wurde aus der Kraft der Arbeiterliteratur, die dort hinsah, wo es wehtut?

Kommentar geändert am 26.04.2026 um 20:31 Uhr

 EkkehartMittelberg meinte dazu am 26.04.26 um 22:42:
Gracias EVdR,
angesichts grenzenloser Gier und Korruption fehlt zunehmend die Lust zum Mut.

 Verlo (26.04.26, 21:26)
Wie viel Enttäuschung kann man im Alter noch ertragen? 

Wie lange hat man die Kraft, den Schmerz der Wahrheit auszuhalten?

Wenn Demokraten die strategische Niederlager Rußlands anstreben, wohin unterscheiden sie sich vom Führer?

Wenn Demokraten eine vollständige Impfung des Volkes fordern, erzwingen wollen, obwohl weder eine wirkliche Bedrohung durch einen Virus besteht noch eine Wirksamkeit der Impfung nachgewiesen wurde, außer bei starken Nebenwirkungen, worin unterscheiden sich von Völkermördern?

Was können "wir" denn dagegen tun?

Ich kann nichts dagegen tut.

Ich kenne auch niemanden, der etwas dagegen tun kann, außer aus Fernsehen und Presse.

In einer wirklichen Demokratie würde es diese Fragen nicht geben.

 EkkehartMittelberg meinte dazu am 26.04.26 um 23:10:
Danke, Verlo,
deine Eingangsfrage trifft den nervus rerum.
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