"Geh und verkünde die Botschaft auf Facebook!"

Ansprache zum Thema Mystik

von  Bluebird

Gerade lief auf WDR 5 eine interessante Sendung über mystische "Jesus-Erfahrungen". 1 Unter anderem berichtet da eine Frau von folgendem Erlebnis:

 < In einer schweren Lebenskrise hätte plötzlich Jesus auf einem Feldweg im Allgäu neben ihr gestanden. Sie hätte sich an ihn gelehnt und sei augenblicklich komplett von Liebe durchflutet worden.>>>


Persönlich habe ich in der Nacht vor meiner Erwachsenentaufe einmal eine ähnliche Erfahrung gemacht:

< Nach etwa einer Stunde wachte ich plötzlich auf ich und erschrak heftig. Ich spürte mit allergrößter Klarheit, dass sich jemand im Raum befand. Die Gegenwart dieser Person war so raumfüllend und intensiv, dass ich weder die Augen zu öffnen noch mich zu bewegen wagte. Instinktiv schoss mir der Gedanke durch den Kopf: Freund oder Feind?

   Im nächsten Moment berührten mich kurz und sanft zwei Finger an der Stirn. Augenblicklich begann mich von Kopf bis Fuß ein warmer, wohliger Friedensstrom zu durchfluten. Ich spürte,, dass ich wieder alleine war.

Als ich die Augen öffnete und im fahlen Halbdunkel umherschaute, konnte ich nichts Ungewöhnliches entdecken. Niemand war zu sehen und alles im Zimmer schien unverändert. Nichts zeugte von einer vormaligen Anwesenheit einer anderen Person, außer der mächtige Friedensstrom in mir.>2


Was ist von solchen mystischen Erfahrungen zu halten? Einbildungen etwas überspannter Zeitgenossen oder konkrete Hinweise auf überirdische Erfahrungen?


Übrigens spricht dort auch eine Tanja von einem "Wolkenerlebnis", welches sie im Traum gehabt hätte. Aus einer am Himmel stehenden Wolkensäule sei ein Hand hervorgekommen, die ein Wundmal gehabt hätte. Eine Stimme habe dann zu ihr gesagt: Geh, und verkünde die Botschaft vom Kreuz auf Facebook!

     Nun kann ich mir schon vorstellen, das dies manche eher in ihren Vorurteilen bestätigen als überzeugen wird. Aber ich erinnere an das Damaskuserlebnis des Paulus3 und auch mein eigenes Wolkenerlebnis (die fünf Wolken, die den Namen Jesus am Himmel abbildeten)4

Alles nur fromme Spinnerei?

Ich wünsche  allen ein gutes Jahr 2022!




Anmerkung von Bluebird:


1     Begegnungen mit Jesus - WDR 5
2     Der nächtliche  Besuch
3    Damaskuserlebnis des Paulus
4   Die fünf Wolken

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Frühere bzw. ältere Kommentare zu diesem Text


 loslosch (01.01.22, 14:20)
die ewige leier ...

entsprechend präkonditionert gelangt mancher - via traumdeutung - zur realitätsverweigerung. ich rate dir zur μετάνοια. schach ist eine ausgezeichnete "droge".

 Bluebird meinte dazu am 01.01.22 um 16:23:
Dieser Droge bin ich entwöhnt ... habe ihre Rauschwirkung und ihren Suchtcharakter während meiner Studienzeit aber mal kennengelernt und sehe sie bei manch anderen am Werke

Antwort geändert am 01.01.2022 um 16:24 Uhr

 LotharAtzert (01.01.22, 14:24)
Wird sich Gott denn auch noch auf Tik Tok und Tinder offenbaren?

 Bluebird antwortete darauf am 01.01.22 um 16:20:
Des Herrn Wege sind bekanntlich unerforschlich .... ich denke aber, dass es auch auf anderen Social-Media Kanälen christliche Verkündigung und Zeugnisse gibt

Antwort geändert am 01.01.2022 um 16:40 Uhr

 Dieter Wal (01.01.22, 19:23)
Glückliches 2022!

Die im WDR-Beitrag erwähnte Ramona Weyde, zu Beginn des Podcasts, hat zwei sehr schöne Homepages: 1.  https://kallimagie.de/ , 2.  https://ramona-weyde.com/

 DanceWith1Life (02.01.22, 10:00)
also ohne Interpretation
nein, was immer uns umgibt ist uns nicht feindlich gesinnt.
relax.
es macht keinen Unterschied wie wir es nennen, denn sonst hätte es ja beleidigt das Zimmer verlassen, auf Bluebirds "Freund oder Feind".

 Bluebird schrieb daraufhin am 02.01.22 um 12:32:
nein, was immer uns umgibt ist uns nicht feindlich gesinnt.
Meine Erfahrungen im Spiritismus sprechen da eine andere Sprache:  Ein schockierender Vorgang

 DanceWith1Life äußerte darauf am 02.01.22 um 12:58:
lach und Kriegstreiber, Politessen , Steuereintreiber und Mutanten sind auch nicht ganz ohne Vorsicht zu genießen (Kein Grund ihnen Orden zu verleihen), also kein Wunder, dass Leute wie Du und Ich den Schutz eines Lehrers, sprich in seiner Darstellung der Schöpfung suchen.

 Agnete (02.01.22, 17:39)
ich hab beim Titel zunächst an eine Satire gedacht.
Ich denke, es gibt vieles, was wir nicht beweisen und erklären können. Und es gibt vieles, was einfach frei erfunden ist...
Mich stört das nicht weiter, es sei denn mein Schuh würde plötzlich morgens zu mir sprechen und sich für Jesus halten.LG von Agnegte
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